Samstag, 9. Februar 2008

Suomenlinna, die ersten Vorlesungen und Onnela

Draußen ist es mit heutigen +3 Grad nicht gerade sehr kalt, aber aufgrund schrecklichem Nebel ganz schön ungemütlich - die beste Zeit, um ein Blog zu schreiben...

Die Zeit hier geht ganz schön schnell rum. Morgen ist es genau eine Woche, wo wir auf der Insel Suomenlinna waren. Man kann sie in nur 15 min mit einer Fähre zu erreichen. Gott sei Dank war ein herrliches Wetter, wie für so ein Sonntagausflug geschaffen. Trotzdem blieben wir von der eisigen Kälte nicht erspart.
An der Insel angekommen, dauerte es leider auch nicht sehr lange bis die graue Wolken die Sonne verdeckten. Unseren Erkundungen stand das aber nicht im Wege, verstärkten nur den Beschluss, dass wir die Insel im Frühling noch mal besuchen werden. Es war schon sehr komischen Gefühl da zu sein, weil es mich etwas an Geisterstadt erinnerte. Da leben zwar Leute, aber wir sind keinem begegnet. Nach gar nicht mal halben Stunde mussten wir das erste Cafe aussuchen, da manche Mädels nicht so warm angezogen waren. Aber auch die Leute, die warm eingepackt waren, begrüßten diesen kleinen Zwischenstopp und ich nutzte die Gelegenheit, um mein erstes finnische Desert zu probieren. Es war so was wie Windbeutel bei uns, aber aus einem anderen Teig und Marmelade dazwischen.


Suomenlinna ist ein Unesco Welterbe und nicht sehr groß. Früher wurde es für Militärzwecke benutzt, um Russen abzuwehren, als diese noch zu Schweden gehörte. Die Geschichte an sich ist noch viel länger, daher falls ich eures Interesse im letzten Satz weckte, schlagt es bei Wiki oder Lonely Planet nach ;)

Suomenlinna




Auf der Fahrt zurück habe ich zwei Tschechen kennengelernt. Tadias hat mir gleich ein paar Tipps gegeben, wo man hier tschechisches Bier trinken kann, aber auch wo es Bier schon mal für 2€ gibt. Es gibt sogar jeden Donnerstag einen Treffpunkt für Tschechen und Slovaken in einer Kneipe. Daher bin ich mir sicher, dass wir uns nochmals sehen werden.
Im Hafen haben wir uns aufgeteilt, da einige Leute nach hause gehen wollten. Der harte Kern *g* ist noch auf ein Bier ins Dubliner gegangen. Danach hat es wohl schon an gemeinsamen Aktivitäten gereicht und jeder hat sich zurückgezogen, um am nächsten Tag für den ersten richtigen Schultag fit zu sein.

Allerdings war der Anfang des Semesters nicht so berauschend. Auf dem Plan Stand English Conversation, was ich aber wohl abwählen werde, da wir eh schon genug unter sich diskutieren und auf Bearbeitung von Zeitungsartikeln ist mir die Zeit hier einfach zu schade. Dienstag war schon etwas interessanter. Management and Organisational Behaviour wird von einem Briten namens Daryl Chapman gehalten, der voll in Ordnung zu sein scheint. Bei ihm habe ich auch Donnerstags Strategic Management. Obwohl ich mehr oder weniger erst eine Schnupperwoche hinter mir habe, bin ich davon überzeugt, dass sie hier viel mehr darauf achten, dass Studenten genug Raum haben, um ihre Kreativität zum Schein zu bringen und fördern die aktive Teilnahme durch Präsentationen, Gruppenarbeiten, Hausarbeiten, Cases, etc. Soweit ich mich nicht irre, wird hier nicht stur vor Studenten vorgetragen, sondern eher angeregt, die Vorlesung selbst zu gestalten.
Am Mittwoch hatten wir Communication and Study Skills in English, was ich als sehr nutzvoll betrachte, da ich mir sicher bin, dass man dabei sehr viel lernen kann. Ich war die Woche wohl sehr experiementell was finnische Leckereien angeht und probierte das nächste, das allerdings so süß war, dass mein Magen zuerst eine Weile brauchte , um sich zu sammeln ;)



Donnerstag ist der Hammertag von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr mittags, durchgehend. Allerdings wollten sie uns wohl den ersten Schock ersparen und der lange Unitag endete 2 Stunden früher mit der Nachricht, dass wir ab nächster Woche erst um 9 beginnen werden! Pfuuuh :)
Wen ich noch nicht erwähnte ist mein New Yorker Prof. namens William Simcoe. Auf den ersten Blick etwas crazy und gewöhnungsbedürftig, aber ich fand ihn nett, überhaupt nicht langweilig. Das einzige was ich etwas fürchte ist der Umfang seiner Vorlesungen und seine hohe Erwartungen. Daher werden seine Kurse, International Business Case und Marketing Research eine Herausforderung sein. Trotz allem möchte ich dabei bleiben, weil ich überzeugt bin bei ihm viel lernen zu können.
Worüber sich hier alle einig sind (wer weiß, ob sie sich abgesprochen haben), dass Bücher von Kotler, der in der Marketingwelt eigentlich als Guru angesehen wird, in den Mühl geschmissen werden können, nicht zuletzt ist der Grund dafür, dass er als "magpie" (Elster) bezeichnet wird.

Nach dem langen, aber letztendlich doch verkürztem Uni-Donnerstag sind wir noch schnell ins Alko gegangen, um etwas Stoff für Abend zu kaufen. In Finnland kriegt man nämlich nur Bier in Supermarket. Für alles andere gibt es hier diese extra Geschäfte, wo man sich mit ID ausweisen muss, wobei ich noch nie danach gefragt wurde. Als ich schon an der Kasse war und bezahlen wollte, legte ich noch schnell meine augeliehene Bücher hin, um mein Geldbeutel suchen zu können als ich plötzlich hinter mir eine Stimme hörte: "Ah, Strategic Management and the second book Principles of Marketing by Kotler!..." Wer hätte gedacht, dass man so schnell seinen Prof. , den Amerikaner, wiedersieht. Es sieht schon etwas lustig aus ihn da kurz nach der Vorlesung mit 4 Flaschen Wein und 1 Flasche vodka zu sehen ;) Na ja, Studenten sind halt nicht die einzigen, die feiern *lol*
Auf jeden Fall ging´s dann heim, um noch was zu essen und sich für den Abend fertig zu machen. Wir traffen uns diesmal in der Wohnung von Daniela, Charlotte und Attila und waren eindeutig nicht die einzigen, die im Wohnheim gefeiert haben, da wir zwei Jungs im Flur traffen, die ins fünfte Stock gingen. Es war ein Franzose und ein sehr netter, niedlicher, dem Josh Hartnett etwas ähnlicher Finne, mit dem ich mich etwas unterhalten habe. Ja der fünfte Stock ist schon ziemlich bekannt, weil sie sehr oft feiern und man alles unmittelbar bei uns im 4. Stock hört. Die Leute kennen wir aber nicht, auch wenn wir schon letzten Freitag kurz da waren. Spontan wurden wir dorthin eingeladen, obwohl man sich nicht kannte. Da manbei dem Lärm eh nicht schlafen kann, beschlossen wir kurzer Hand hinzugehen und etwas die Gegend zu erkunden. Die wohnung ist genauso groß wie unsere, 80 qm und überall nur Leute!!! Ich schätze, dass so um die 50-60 Leute bestimmt da waren. Und jetzt am Donnerstag war´s auch nicht anders. Aber da wir im 1. Stock waren, hat es nicht so viel ausgemacht und konnten ungestört unsere kleine Pre-Party feiern. Danach ging´s nach Onnela, einem Club in der City. Es war ein sehr lustiger Abend und weil Bilder mehr sagen können als 1000 Worte *g* schaut euch dann einfach die Bilder an...

Onnela


So gegen 3 Uhr morgens sind wir mit Taxi heimgefahren. Da wir zu viert waren (mehr nehmen sie nicht ins Taxi) war es genau das gleiche, als ob wir Nachtbus oder -zug nehmen würden, für den extra bezahlt werden muss. Nach knappen 4 Stunden Schlaf musste ich mich zusammenreisen, um aufzustehen und die Vorlesung "Survival Finish for Foreigners" zu besuchen. Allerdings war die sooo langweilig, dass ich es sicherlich das erste und letzte Mal war, was ich sie besuchte. Es lag bestimmt nicht an dem kurzen Schlaf, sondern eher an ihrer Kindergarten-Methoden. Meine Entscheidung würde bestimmt anders ausfallen, wenn sie mit uns tatsächlich Überlebensfinnisch machen würde, wie ich es mir vorstellte. Glücklicherweise, hab ich jetzt diese International Business Cases mit denen ich meine erforderliche 30 ECTS erreichen kann. Finish Culture and History hat sich als etwas mehr interessanter herausgestellt, wo wir tatsächlich was über die Kultur und Geschichte aufgrund von diversen Besuchen von Galerien, Museen, etc. erfahren werden...

So, und jetzt verabschiede ich mich wieder, da die Mädels jederzeit vom Einkaufen zurück kommen sollten. Bin gespannt, ob sie welche Tops für heute abend gefunden haben :))

Bye, Bye

Samstag, 2. Februar 2008

Weiter geht´s!...

Ich habe es beim letzten Post tatsächlich nicht geschafft alles zu schreiben! :) Daher folgt hier die Fortsetzung...

Am Donnerstag haben wir uns schon seeeehr früh an der FH getroffen - um 10 Uhr *lol*. Diesmal wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Zuerst hat uns Eija gezeigt wie man sich für die Kurse angemeldet. Allerdings war ich bereits für die meisten angemeldet und so war dies nichts für mich neues. Da wir eine umfangreiche Beschreibung der Kurse erst nach der Anmeldung bekommen, war es gar nicht so einfach nur anhand des Kursnamens zu entscheiden, ob es wohl die Erwartung unseren Profs in Deutschland entspricht. Aus diesem Grund hab ich mich schon mal für mehrere angemeldet und werde mich erst nach ein, zwei Wochen entscheiden, welche ich auslasse. Es wird wohl sowieso erforderlich sein, da sich einige überschneiden.

Danach wurde uns eine kostenlose Busfahrt durch die Stadt angeboten. Also so gesehen war das unser zweiter Sightseeing. Aber auch da haben wir noch einiges zu entdecken gehabt. Es wäre auch schlimm, wenn wir in der Hauptstadt Finnlands nur in ein paar Tagen schon nichts mehr zu sehen hätten. Ich habe sogar eine tschechische Kneipe "Hádanka" entdeckt. Übrigens in der City gibt es dann noch eine Bar "Praha" und direkt am Bahnhof Restaurant oder so was namens "Vltava" für Deutsche Moldau :)
Aber zurück zu unseren Tour, als erstes wurden wir zum Sibelius Monument gefahren. Sehr imposanter Werk bestehend aus verschiedenen "Röhren" in die man hineinschreien kann. Ich weiß nicht warum das kaum welche gemacht haben und somit gehörte ich eher zu der Ausnahme und tobte mich da etwas aus ;)
Zweiter Stop war bei der Felsenkirche, die sehr bekannt sein soll. Leider hab ich bisher noch nix über sie in Lonely Planet entdeckt, aber andereseits auch noch nicht richtig viel nach ihr gesucht. Die ist besonders dadurch interessant, dass sich aus einem Felsen gehauen wurde und eigentlich für alle Religionen gedacht ist und so einfach wie möglich gestaltet ist, damit man beim Beten oder was auch immer von nichts abgelenkt ist. Es ist auch nur ein kleiner Kreuz zu finden. Ansonsten wird sie oft für Konzerte und Gospel genutzt.
Zum Schluss der Tour fielen einige fast in Schlaf - mich inklusive, was viell nicht zuletzt an der sehr beruhigenden Stimme von unserer Führerin lag. Um uns wieder zusammenraufen zu können, beschlossen wir irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen. So wie wir alle an einem Platz rausgelassen wurden und uns zuerst ca. 15 min. nicht davon bewegten, haben sich alle auf einmal verflogen und ich bin mit den Jungs in eine australische Kneipe "Aussi Bar" gegangen.
Abends war auch nicht so viel auf dem Programm, weil jeder für die große Party am Freitag fit sein wollte.

Vorher war aber an der FH noch "International Dinner" wo jeder was kleines nationales vorbereiten sollte. In der Cafeteria haben sie für uns ein Salat Buffet vorbereitet. Der war echt sehr gut. Als ich am Donnerstag aber den zum Mittagessen probierte, konnte ich ihn wegen dem komischen Dressing nicht zu Ende essen - da brauch ich wohl noch etwas Zeit, um herauszufinden was geht und was nicht. Aber ansonsten hat man für 2,30 nichts zu meckern. Eigentlich galt dieses Treffen gegenseitigem Kennenlernen, aber viele kennen sich schon untereinander. Zusätzlich waren aber an dem Tag noch Ausstauschstudenten aus den anderen Fakultäten da - um so bunter war die Mischung :)

Und danach ging´s auf die Paaarty! Für uns viell etwas sehr ungewöhnlich, dass wir schon um 21.30 vor der Tür standen, aber das ist hier wohl üblich, wenn man lange Schlangen vermeiden möchte. Es war in einem Gebäude mit jugendlichem stil (denke ich zumindest) auf jeden Fall hatte es auf den ersten Blick nichts mit unseren Clubs gemeinsam, wo es meist sofort in den Keller geht, sondern ganz mit Niveau steigt man die Treffen hinauf in den ersten Stock und man fühlt sich eher in einem bewohnten Haus. Innen drin wunderschöne Lampen, siehe Bilder. Die Musik war für mich ok, auch wenn bei RnB sehr viel altes dabei war und Timbaland wollten sich nicht vor Mitternacht spielen! Madlen für uns muss ich dann einen anderen Club finden! ;) Was ganz abstoßend war, war der Raucherraum. Das war ein schwarzer Raum mit kaum Lichtquellen und keiner Lüftung, so dass die Raucher dort fast ersticken mussten - wahrscheinlich echt das beste fürs Abgewohnen, hehe. Übrigens Preise waren so wie in vielen guten Clubs in Deutschland, was hier aber eher zum Standard zahlt - ein Becher Bier 5€, Smirnoff on Ice 6€ und Vodka Bull 8€. Insgesamt hatten wir alle zusammen viel Spaß und die Jungs wohl den meisten, auch wenn ich es bis heute nicht verstehe, wie sie es bei den Preisen geschafft haben sich zu betrinken. Leider mussten wir um 2:30 dann auch schon wegen unserem Nachtzug gehen, was wieder etwas nach Kindergarten ausgesehen hat. "Wir gehen jetzt!", " Ist jeder da?", "Hat keiner was vergessen?"... *lol* In der Eile ist die Benedicte beim Ausgang auf dem Teppich ausgerutscht, so dass ihr Gesicht jetzt ein blauer Fleck am Auge schmückt. Hoffe, dass sie sich mittlerweile von diesem Schock erholt hat!...

Und heute morgen haben wir wohl alle gemütlich ausschlafen können. Ich schaffte es tatsächlich erst um 13:xx aufzustehen und den ganzen Tag nur Unwichtiges zu tun, hehe. Gestern hat es den ganzen Tag schneit, da es aber so warm war ist heute "morgen" ist nichts davon übrig geblieben. Wie schade! An sich gibt es daher nicht so viel zu erzählen viell, dass sich zum ersten mal unsere Waschmaschinen probiert habe. Damit man sie starten kann, muss man zuerst eine Nummer anrufen, wo nur finnisch gesprochen wird und irgendwann nur noch aufgelegt wird. Auf jeden Fall stellte ich die Wäsche auf 40 Grad, aber als sie fertig war hatte ich das Gefühl, dass sie im eiskalten Wasser gewaschen wurden, so kalt wie sie war. Meine Finger sind dabei fast eingefroren. Zuerst war ich mir nicht so sicher, ob sie überhaupt sauber wurde, aber früher als es noch keine Waschmaschinen gab, haben die Leute ihre Wäsche auch in kalten Flüssen gewaschen. Auf jeden Fall dauerte es laut dem Aushang 40 min. und da ich mir nicht so sicher war, ob meine Wäsche in Sicherheit ist, beschloß ich zu warten. Dabei lernte ich einen jungen Mann kennen und schon nach ein paar Minuten stellte sich fest, dass er aus Stuttgart ist. Na ja, viell lernt man in Waschmaschinenraum schneller Leute kennen als auf einer Party! :)

Übrigens jetzt schneit´s wieder wir verrückt! *snow*


Weiter geht´s!...

Freitag, 1. Februar 2008

Schon eine Woche da!...

Ja eine Woche bin ich schon hier. Aber ich hab mich wohl so gut eingelebt hier, dass es mir gar nicht so vorkommt. Über Zeit mache ich mir momentan noch keine Gedanken. Wahrscheinlich erst wenn die FH nächste Woche anfängt und ich wieder früh aufstehen muss. Ich muss sagen, dass ich hier sehr gut schlafen kann und auch sehr lange, was bei mir doch eher nicht so üblich ist. Sogar habe ich manchmal Probleme mit aufstehen! :) Und wenn ich mich im warmen Bettchen doch noch dazu übereden kann muss ich meistens feststellen, wie angeschwollen meine Augen immer sind. Aber wie ich bereits feststellte bin ich auch nicht die einzige die morgens unter solchen Problemen leidet. Hoffentlich legt sich das bald.

Da ich euch versprochen habe die letzten Tagen zu Ende zu schildern fange ich wieder da an wo ich letztes Mal aufhörte, und zwar beim Montag und hoffe, dass ich es bis zum heutigen Tag auf einmal schaffe.

Am Montag wollte wir, Antonia, Romain und ich eine kleine Shopping Tour starten. Der Rest wollte nachkommen - wahrscheinlich nachdem sie ausgeschlafen und was gegessen haben, da wir schon um 10 Uhr morgens auf der Train Station waren. Keiner von uns hatte den Stadtplan dabei, aber den brauchten wir eigentlich auch gar nicht, da wir uns schon bestens auskennen. *g* Als erstes wollten wir zum Fischmarkt, um zumindest welche Fische zu sehen, weil wir am Samstag auf dem Markt keine gesehen haben. Im Hafen gibt es aber eine Halle, die wir damals nicht gesehen haben. Es gab so kleine Hütten in denen wieder alles mögliche verkauft wurde, aber kein Fisch! Bis wir letztendlich zumindest zwei solche kleine Hütten mit Fisch entdeckt haben. Aber eigentlich haben wir uns mehr davon versprochen...

Als nächstes stand aufm Plan "warme Jacke" für Romain. Der Arme hat irgendwelche dünne Pullis angehabt und obwohl ich sehr warm eingepackt war wurde mir bei seinem Anblick ganz schön kalt. Dabei haben wir auch H&M entdeckt, wobei sie meistens schon Frühlingssachen verkauften und im Grunde die selben wie in Deutschland - und Gott sei Dank zum gleichen Preis. Danach klapperten wir noch einige Geschäfte ab, bis wir zum Stockmann gegangen sind, wo Romain endlich eine tolle Jacke entdeckte...und ich dachte wir würden schon ohne Jacke für ihn wieder nach Hause zurück fahren müssen. Nach den Geschäften, die wir bis dahin sahen, war ich nicht so sehr begeistert von den Shopping Möglichkeiten hier, aber dann...sind wir zum Kamppi gegangen - ein toller Geschäft nach anderem. Zudem habe ich dort auch coole Shops entdeckt, die es bei uns gar nicht gibt! Da war die Freude groß ;) Irgendwann muss ich mir viel Zeit nehmen...darf aber nicht so lange warten, weil sie momentan Ausverkauf bis zu 70% haben!!!



Inzwischen hat sich unsere Gruppe wieder erweitert. An dem Abend kam Charlotte, Französin, die auch mit Romain studiert. Am Dienstag waren zwar +3 Grad aber dafür sehr scheusliches Wetter. Eigentlich der bester Tag, um zu IKEA zu fahren. Von Kanelmäkki nach Myyrmaki sind wir zwei Haltestellen mit Zug gefahren und danach die anderen am Busbahnhof getroffen. So ganz sicher waren wir uns aber nicht, ob die Verbindung stimmte. Aber mit den freundlichen Finnen hier ist keine Fahrt so kompliziert, wie es zuerst zu sein scheint. Es dauert fast über eine halbe Stunde bis wir unser Ziel erreichten. Wir sind wohl durch jede Pampa gefahren, aber immer auf der Highway geblieben. IKEA liegt eigentlich so etwas außerhalb, aber immer wieder hatte ich eher so das Gefühl, dass wir zurück in die Stadt fahren und dann wieder raus und wieder rein... Auf dem Weg von der Haltestelle dorthin hatte ich natürlich das Glück, dass ich ausgerutscht und direkt in Fütze gefallen bin - aber alles ist ok. Wolfgang hat dies glaube ich auch dokumentiert ;) In IKEA selbst hatten wir sehr viel Spaß - siehe einfach die Bilder. Es ist echt ein Wunder, dass wir nicht rausgeschmissen worden sind, aber es hat uns tatsächlich keiner was gesagt! hihi Bevor wir überhaupt unsere Kleinigkeiten gekauft haben haben wir uns im Restaurant mit leckerem Köttbular gestärkt. Endlich ein gutes Essen dachte ich mir. Denn egal was ich bisher gekauft habe, war jetzt nicht so der Knaller. Insbesondere ist es schwierig bei Produkten mit nur finnischen Beschreibung.


Mittwoch war unser erster "Schultag" aber eigentlich kein richtiger, weil es sich nur um Orientation Week handelt. Inzwischen sind alle anderen auch angereist und so haben sich alle EVTEK exchange students von Kannelmäki um halb zwei getroffen, um zusammen nach Myyrmäki zu fahren und die anderen von dort aufzusammeln. Unsere kleine Gruppe hat sich wieder etwas erweitert um zwei voll nette Französinen, Ann-Laure, Marine, so wie um den Ungarn Attila. Übrigens, der Arme war der einziger Bub mit neun Mädels - aber nur für die nächsten 10 Minuten. In Myyrmäki wartete nämlich noch größere Gruppe von Leuten. Mittlerweile sind wir so 30-35 Leute als Austauschstudenten von Business Department. Es war ziemlich lustig anzusehen, wie sich eine Gruppe von 21-25 Jährigen zu Schule begibt ;)
Leider hab ich noch keine Bilder von der FH, die ich hier posten könnte, aber sie ist schon sehr schön. Die Eija vorbereite für uns eine kurze Präsi über Finnland, Helsinki, Gewohnheiten, etc. Dabei war auch die Direktorin, die akzentfreies Englisch Sprach. Eija, die Koordinatorin von Erasmus der EVTEK ist eine sehr nette Frau mitte 30 viell und hat einen liebenswerten finnischen Akzent, wenn sie englisch spricht. Zwischendurch mussten wir an einer kleinen Vorstellungsrunde teilnehmen. Als ich dran war bin ich total ins Stottern gekommen, weil ich auf einmal gar nicht mehr wußte, was ich sagen soll, und letztendlich sagte ich gar nicht die Sachen die ich so im Kopf hatte, als sich noch die anderen vorstellten, aber das juckte niemand. So lernten wir uns etwas kennen und ich fand es schade, wenn wir diese kleine Kennenlernrunde nicht fortsetzten würden. Daher schlug ich vor, dass wir uns an dem Abend in unseren Wohnung treffen und eine kleine Party veranstalten. Jeder sollte das mitbringen, was er gerne trinken möchte. In Supermarket kriegt man hier nur Bier und welche Soft Drinks, Long Drinks, aber keine alkoholische Getränke über 5%. Daher war unsere Lösung Alko. Ein Geschäft, wo es alles zum feiern gibt und wo man beim bezahlen ID Card vorzeigen muss, dass man tatsächlich über 18 ist. Ich entschied mich für den billigsten Weißwein für 5€ in der Hoffnung, dass er irgendwie schon schmecken wird...dem war aber doch nicht so. Charlotte hatte mehr Glück mit ihrem slowenischen Riesling. Wir machen jetzt wohl eine Liste, wo wir das dokumentieren, was sich zu kaufen lohnt und was nicht. Nach kleinem Zögern seitens Leute wohnend in Myyrmäki sind dann tatsächlich wohl alle gekommen und es wurde ein sehr schöner Abend....