Freitag, 7. März 2008

Die Highlights von Februar

Ist das lang her was ich was gepostet hab! Zeit endlich mein Blog mit Neuigkeiten zu futtern. Es gibt ja auch einiges, was in den letzten Wochen passiert ist, aber trotz allem werde ich versuchen mich kurz zu fassen, auch wenn das zugegeben nicht zu meinen Stärken gehört :)

Ja, Onnela war das letzte worüber ich geschrieben habe und wie es meistens so ist, wenn man einen tollen Abend erlebt, ist es nur schwer es zu übertrumpfen. Aber was wir am Samstag nach Onnela erlebt haben war eine reine Katastrophe. Natürlich wollen wir nicht ständig in die selben Clubs gehen und daher waren wir ganz mutig und probierten Redrum. Dies ist eine Disco mitten in der City, wo wir diesmal nicht upstairs, sondern downstairs in den Keller gingen. Alle Wände waren mit Holz belegt wie in der Sauna. Viele Leute trafen wir da nicht, das haben wir aber zuerst der frühen Stunde zugeschrieben, auch wenn so all zu früh war kurz vor Mitternacht wieder auch nicht. Allerdings wurde es im Laufe des Abends nicht voller, daher nahmen wir es fast wie eine private Party hin. So weit so gut, nur sie spielten die ganze Nacht Musik, die meinen Ohren gar nicht gefiehl. Irgendein Trance-Techno-Electro-Mist auf den man sich gar nicht gescheit bewegen kann. Na ja, wenigstens Francesco hatte sein Spaß und Attila schien ihn auch zu haben. Also versuchten wir ihnen zu Liebe das Beste draus zu machen. Am Ende der Veranstaltung unterhielt ich mich mit dem Türsteher und musste feststellen, dass wir freitags hier her sollten, wenn Sie eher so meine Musik spielen, nur der Altersdurchschnitt ist dementsprechend leider auch niedriger. Übrigens hier wird immer kontrolliert - ohne ID Card kommt man nicht rein und es gibt sogar Clubs, wo erst ab 24 reingelassen wird. Das sollten Sie auch in D einführen!!! Hier anschließend noch paar Bilder von Redrum:

Redrum


Paar Tage später haben wir den ersten Geburtstag hier gefeiert. Lynn, aus China, hat ihren 22. Gebi gefeiert. Somit versammelten wir uns alle in ihrer Wohnung und paar "Auserwählten" dürften an dem leckeren Tiramisu schlecken, den die französische Mädels vorbereitet haben. Danach gesellten sich die anderen dazu und feierten alle zusammen. Zuerst habe wir uns echt den Kopf zerbrochen, was wir ihr schenken werden. Sie bestätigt nämlich das Klischee, dass chinesische Mädels diesen "hübschen" rose-pinken Haarschmuck am besten in Form von Herzchen tragen, Hello Kitty Sachen lieben, etc. Letztendlich hat sie paar lecker riechende Lotions und was weiß ich (übrigens in rosa-rot) von Body Shop bekommen und hat sich sehr darüber gefreut. Zur unseren Überraschung hat sie für uns als Dank ein chinesischen Lied gesungen, das uns alle segnen soll. Es fand kein Ende, aber es war sehr sehr schön. Das machte es wirklich zum besonderem Abend. Hier sind natürlich paar Bilder dazu.

Lynn´s Birthday


Sehen könnt ihr da auch meinen neuen Mitbewohner - der mit der Mütze und lustigem Grinsen, den Fabien aus der französisch sprechenden Schweiz. Das betont er immer. Es gibt nicht einfach nur Schweizer, es wird immer unterschieden! Also merkt euch das! :) Aber ein bisschen deutsch kann er auch.
Die Party war an sich nicht so lang, gingen so gegen halb eins heim, haben sie aber mehr oder weniger bei uns etwas fortgesetzt und so bis um drei geredet. Fabien musste eigentlich um vier aufstehen, zum Flughafen fahren, um zu seinen Flieger nach Paris zu nehmen. Eigentlich...es hat allerdings total verschlafen, seine zwei Wecker hat er nicht gehört - ich allerdings auch nicht und somit erst um acht Uhr morgens aufgewacht. Einen schöneren ersten Morgen in neuer Wohnung kann man sich echt nicht vorstellen. Irgendwie lustig, für ihn aber sicherlich nicht.

In der Woche sind wir am Samstag wieder ausgegangen, haben uns einfach von dem letztem Wochenende nicht abschrecken lassen. Diesmal haben wir Club namens KY ausprobiert, der gleich neben Onnela ist und gingen die Treppe hoch! :)) An sich eigentlich nichts besonderes was ich jetzt hier schreiben könnte - außer dass es jetzt ganz definitiv und offiziell ist - ja, wir haben schon zwei Pärchen!!! Allerdings sind sie nur die Mädels von Erasmus und beide aus Deutschland. Die "richtige" Deutsche ist mit "richtigem" Finnen zusammen und die Bulgarin lebend in Deutschland ist mit einem Iraken lebend in Finnland zusammen - ah, ja, die Tatsachen müssen richtig dargestellt werden.
Ansonsten laß ich jetzt einfach mal die Bilder sprechen, wobei ich an allen total dickes Gesicht hab. Lustigerweise, obwohl ich hier schon einiges vermampfe - auch wenn ich von der finnischen Esskultur nicht so ganz begeistert bin, habe ich jetzt habe ich laut Fabien´s Ikea Waage eher abgenommen...

KY - Reinfeiern in Wolfi´s Birthday


Und anschließend habe ich noch was ganz tolles zu berichten! Ende des Monats sind wir nach Lappland gefahren! Allerdings bin ich der Meinung, dass es seinen eigenen Post verdient und somit beende diesen, lade die Photos hoch und hoffe, dass mich meine Motivation alles von Lappland zu berichten nicht so schnell verläßt!!! :)

Samstag, 9. Februar 2008

Suomenlinna, die ersten Vorlesungen und Onnela

Draußen ist es mit heutigen +3 Grad nicht gerade sehr kalt, aber aufgrund schrecklichem Nebel ganz schön ungemütlich - die beste Zeit, um ein Blog zu schreiben...

Die Zeit hier geht ganz schön schnell rum. Morgen ist es genau eine Woche, wo wir auf der Insel Suomenlinna waren. Man kann sie in nur 15 min mit einer Fähre zu erreichen. Gott sei Dank war ein herrliches Wetter, wie für so ein Sonntagausflug geschaffen. Trotzdem blieben wir von der eisigen Kälte nicht erspart.
An der Insel angekommen, dauerte es leider auch nicht sehr lange bis die graue Wolken die Sonne verdeckten. Unseren Erkundungen stand das aber nicht im Wege, verstärkten nur den Beschluss, dass wir die Insel im Frühling noch mal besuchen werden. Es war schon sehr komischen Gefühl da zu sein, weil es mich etwas an Geisterstadt erinnerte. Da leben zwar Leute, aber wir sind keinem begegnet. Nach gar nicht mal halben Stunde mussten wir das erste Cafe aussuchen, da manche Mädels nicht so warm angezogen waren. Aber auch die Leute, die warm eingepackt waren, begrüßten diesen kleinen Zwischenstopp und ich nutzte die Gelegenheit, um mein erstes finnische Desert zu probieren. Es war so was wie Windbeutel bei uns, aber aus einem anderen Teig und Marmelade dazwischen.


Suomenlinna ist ein Unesco Welterbe und nicht sehr groß. Früher wurde es für Militärzwecke benutzt, um Russen abzuwehren, als diese noch zu Schweden gehörte. Die Geschichte an sich ist noch viel länger, daher falls ich eures Interesse im letzten Satz weckte, schlagt es bei Wiki oder Lonely Planet nach ;)

Suomenlinna




Auf der Fahrt zurück habe ich zwei Tschechen kennengelernt. Tadias hat mir gleich ein paar Tipps gegeben, wo man hier tschechisches Bier trinken kann, aber auch wo es Bier schon mal für 2€ gibt. Es gibt sogar jeden Donnerstag einen Treffpunkt für Tschechen und Slovaken in einer Kneipe. Daher bin ich mir sicher, dass wir uns nochmals sehen werden.
Im Hafen haben wir uns aufgeteilt, da einige Leute nach hause gehen wollten. Der harte Kern *g* ist noch auf ein Bier ins Dubliner gegangen. Danach hat es wohl schon an gemeinsamen Aktivitäten gereicht und jeder hat sich zurückgezogen, um am nächsten Tag für den ersten richtigen Schultag fit zu sein.

Allerdings war der Anfang des Semesters nicht so berauschend. Auf dem Plan Stand English Conversation, was ich aber wohl abwählen werde, da wir eh schon genug unter sich diskutieren und auf Bearbeitung von Zeitungsartikeln ist mir die Zeit hier einfach zu schade. Dienstag war schon etwas interessanter. Management and Organisational Behaviour wird von einem Briten namens Daryl Chapman gehalten, der voll in Ordnung zu sein scheint. Bei ihm habe ich auch Donnerstags Strategic Management. Obwohl ich mehr oder weniger erst eine Schnupperwoche hinter mir habe, bin ich davon überzeugt, dass sie hier viel mehr darauf achten, dass Studenten genug Raum haben, um ihre Kreativität zum Schein zu bringen und fördern die aktive Teilnahme durch Präsentationen, Gruppenarbeiten, Hausarbeiten, Cases, etc. Soweit ich mich nicht irre, wird hier nicht stur vor Studenten vorgetragen, sondern eher angeregt, die Vorlesung selbst zu gestalten.
Am Mittwoch hatten wir Communication and Study Skills in English, was ich als sehr nutzvoll betrachte, da ich mir sicher bin, dass man dabei sehr viel lernen kann. Ich war die Woche wohl sehr experiementell was finnische Leckereien angeht und probierte das nächste, das allerdings so süß war, dass mein Magen zuerst eine Weile brauchte , um sich zu sammeln ;)



Donnerstag ist der Hammertag von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr mittags, durchgehend. Allerdings wollten sie uns wohl den ersten Schock ersparen und der lange Unitag endete 2 Stunden früher mit der Nachricht, dass wir ab nächster Woche erst um 9 beginnen werden! Pfuuuh :)
Wen ich noch nicht erwähnte ist mein New Yorker Prof. namens William Simcoe. Auf den ersten Blick etwas crazy und gewöhnungsbedürftig, aber ich fand ihn nett, überhaupt nicht langweilig. Das einzige was ich etwas fürchte ist der Umfang seiner Vorlesungen und seine hohe Erwartungen. Daher werden seine Kurse, International Business Case und Marketing Research eine Herausforderung sein. Trotz allem möchte ich dabei bleiben, weil ich überzeugt bin bei ihm viel lernen zu können.
Worüber sich hier alle einig sind (wer weiß, ob sie sich abgesprochen haben), dass Bücher von Kotler, der in der Marketingwelt eigentlich als Guru angesehen wird, in den Mühl geschmissen werden können, nicht zuletzt ist der Grund dafür, dass er als "magpie" (Elster) bezeichnet wird.

Nach dem langen, aber letztendlich doch verkürztem Uni-Donnerstag sind wir noch schnell ins Alko gegangen, um etwas Stoff für Abend zu kaufen. In Finnland kriegt man nämlich nur Bier in Supermarket. Für alles andere gibt es hier diese extra Geschäfte, wo man sich mit ID ausweisen muss, wobei ich noch nie danach gefragt wurde. Als ich schon an der Kasse war und bezahlen wollte, legte ich noch schnell meine augeliehene Bücher hin, um mein Geldbeutel suchen zu können als ich plötzlich hinter mir eine Stimme hörte: "Ah, Strategic Management and the second book Principles of Marketing by Kotler!..." Wer hätte gedacht, dass man so schnell seinen Prof. , den Amerikaner, wiedersieht. Es sieht schon etwas lustig aus ihn da kurz nach der Vorlesung mit 4 Flaschen Wein und 1 Flasche vodka zu sehen ;) Na ja, Studenten sind halt nicht die einzigen, die feiern *lol*
Auf jeden Fall ging´s dann heim, um noch was zu essen und sich für den Abend fertig zu machen. Wir traffen uns diesmal in der Wohnung von Daniela, Charlotte und Attila und waren eindeutig nicht die einzigen, die im Wohnheim gefeiert haben, da wir zwei Jungs im Flur traffen, die ins fünfte Stock gingen. Es war ein Franzose und ein sehr netter, niedlicher, dem Josh Hartnett etwas ähnlicher Finne, mit dem ich mich etwas unterhalten habe. Ja der fünfte Stock ist schon ziemlich bekannt, weil sie sehr oft feiern und man alles unmittelbar bei uns im 4. Stock hört. Die Leute kennen wir aber nicht, auch wenn wir schon letzten Freitag kurz da waren. Spontan wurden wir dorthin eingeladen, obwohl man sich nicht kannte. Da manbei dem Lärm eh nicht schlafen kann, beschlossen wir kurzer Hand hinzugehen und etwas die Gegend zu erkunden. Die wohnung ist genauso groß wie unsere, 80 qm und überall nur Leute!!! Ich schätze, dass so um die 50-60 Leute bestimmt da waren. Und jetzt am Donnerstag war´s auch nicht anders. Aber da wir im 1. Stock waren, hat es nicht so viel ausgemacht und konnten ungestört unsere kleine Pre-Party feiern. Danach ging´s nach Onnela, einem Club in der City. Es war ein sehr lustiger Abend und weil Bilder mehr sagen können als 1000 Worte *g* schaut euch dann einfach die Bilder an...

Onnela


So gegen 3 Uhr morgens sind wir mit Taxi heimgefahren. Da wir zu viert waren (mehr nehmen sie nicht ins Taxi) war es genau das gleiche, als ob wir Nachtbus oder -zug nehmen würden, für den extra bezahlt werden muss. Nach knappen 4 Stunden Schlaf musste ich mich zusammenreisen, um aufzustehen und die Vorlesung "Survival Finish for Foreigners" zu besuchen. Allerdings war die sooo langweilig, dass ich es sicherlich das erste und letzte Mal war, was ich sie besuchte. Es lag bestimmt nicht an dem kurzen Schlaf, sondern eher an ihrer Kindergarten-Methoden. Meine Entscheidung würde bestimmt anders ausfallen, wenn sie mit uns tatsächlich Überlebensfinnisch machen würde, wie ich es mir vorstellte. Glücklicherweise, hab ich jetzt diese International Business Cases mit denen ich meine erforderliche 30 ECTS erreichen kann. Finish Culture and History hat sich als etwas mehr interessanter herausgestellt, wo wir tatsächlich was über die Kultur und Geschichte aufgrund von diversen Besuchen von Galerien, Museen, etc. erfahren werden...

So, und jetzt verabschiede ich mich wieder, da die Mädels jederzeit vom Einkaufen zurück kommen sollten. Bin gespannt, ob sie welche Tops für heute abend gefunden haben :))

Bye, Bye

Samstag, 2. Februar 2008

Weiter geht´s!...

Ich habe es beim letzten Post tatsächlich nicht geschafft alles zu schreiben! :) Daher folgt hier die Fortsetzung...

Am Donnerstag haben wir uns schon seeeehr früh an der FH getroffen - um 10 Uhr *lol*. Diesmal wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Zuerst hat uns Eija gezeigt wie man sich für die Kurse angemeldet. Allerdings war ich bereits für die meisten angemeldet und so war dies nichts für mich neues. Da wir eine umfangreiche Beschreibung der Kurse erst nach der Anmeldung bekommen, war es gar nicht so einfach nur anhand des Kursnamens zu entscheiden, ob es wohl die Erwartung unseren Profs in Deutschland entspricht. Aus diesem Grund hab ich mich schon mal für mehrere angemeldet und werde mich erst nach ein, zwei Wochen entscheiden, welche ich auslasse. Es wird wohl sowieso erforderlich sein, da sich einige überschneiden.

Danach wurde uns eine kostenlose Busfahrt durch die Stadt angeboten. Also so gesehen war das unser zweiter Sightseeing. Aber auch da haben wir noch einiges zu entdecken gehabt. Es wäre auch schlimm, wenn wir in der Hauptstadt Finnlands nur in ein paar Tagen schon nichts mehr zu sehen hätten. Ich habe sogar eine tschechische Kneipe "Hádanka" entdeckt. Übrigens in der City gibt es dann noch eine Bar "Praha" und direkt am Bahnhof Restaurant oder so was namens "Vltava" für Deutsche Moldau :)
Aber zurück zu unseren Tour, als erstes wurden wir zum Sibelius Monument gefahren. Sehr imposanter Werk bestehend aus verschiedenen "Röhren" in die man hineinschreien kann. Ich weiß nicht warum das kaum welche gemacht haben und somit gehörte ich eher zu der Ausnahme und tobte mich da etwas aus ;)
Zweiter Stop war bei der Felsenkirche, die sehr bekannt sein soll. Leider hab ich bisher noch nix über sie in Lonely Planet entdeckt, aber andereseits auch noch nicht richtig viel nach ihr gesucht. Die ist besonders dadurch interessant, dass sich aus einem Felsen gehauen wurde und eigentlich für alle Religionen gedacht ist und so einfach wie möglich gestaltet ist, damit man beim Beten oder was auch immer von nichts abgelenkt ist. Es ist auch nur ein kleiner Kreuz zu finden. Ansonsten wird sie oft für Konzerte und Gospel genutzt.
Zum Schluss der Tour fielen einige fast in Schlaf - mich inklusive, was viell nicht zuletzt an der sehr beruhigenden Stimme von unserer Führerin lag. Um uns wieder zusammenraufen zu können, beschlossen wir irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen. So wie wir alle an einem Platz rausgelassen wurden und uns zuerst ca. 15 min. nicht davon bewegten, haben sich alle auf einmal verflogen und ich bin mit den Jungs in eine australische Kneipe "Aussi Bar" gegangen.
Abends war auch nicht so viel auf dem Programm, weil jeder für die große Party am Freitag fit sein wollte.

Vorher war aber an der FH noch "International Dinner" wo jeder was kleines nationales vorbereiten sollte. In der Cafeteria haben sie für uns ein Salat Buffet vorbereitet. Der war echt sehr gut. Als ich am Donnerstag aber den zum Mittagessen probierte, konnte ich ihn wegen dem komischen Dressing nicht zu Ende essen - da brauch ich wohl noch etwas Zeit, um herauszufinden was geht und was nicht. Aber ansonsten hat man für 2,30 nichts zu meckern. Eigentlich galt dieses Treffen gegenseitigem Kennenlernen, aber viele kennen sich schon untereinander. Zusätzlich waren aber an dem Tag noch Ausstauschstudenten aus den anderen Fakultäten da - um so bunter war die Mischung :)

Und danach ging´s auf die Paaarty! Für uns viell etwas sehr ungewöhnlich, dass wir schon um 21.30 vor der Tür standen, aber das ist hier wohl üblich, wenn man lange Schlangen vermeiden möchte. Es war in einem Gebäude mit jugendlichem stil (denke ich zumindest) auf jeden Fall hatte es auf den ersten Blick nichts mit unseren Clubs gemeinsam, wo es meist sofort in den Keller geht, sondern ganz mit Niveau steigt man die Treffen hinauf in den ersten Stock und man fühlt sich eher in einem bewohnten Haus. Innen drin wunderschöne Lampen, siehe Bilder. Die Musik war für mich ok, auch wenn bei RnB sehr viel altes dabei war und Timbaland wollten sich nicht vor Mitternacht spielen! Madlen für uns muss ich dann einen anderen Club finden! ;) Was ganz abstoßend war, war der Raucherraum. Das war ein schwarzer Raum mit kaum Lichtquellen und keiner Lüftung, so dass die Raucher dort fast ersticken mussten - wahrscheinlich echt das beste fürs Abgewohnen, hehe. Übrigens Preise waren so wie in vielen guten Clubs in Deutschland, was hier aber eher zum Standard zahlt - ein Becher Bier 5€, Smirnoff on Ice 6€ und Vodka Bull 8€. Insgesamt hatten wir alle zusammen viel Spaß und die Jungs wohl den meisten, auch wenn ich es bis heute nicht verstehe, wie sie es bei den Preisen geschafft haben sich zu betrinken. Leider mussten wir um 2:30 dann auch schon wegen unserem Nachtzug gehen, was wieder etwas nach Kindergarten ausgesehen hat. "Wir gehen jetzt!", " Ist jeder da?", "Hat keiner was vergessen?"... *lol* In der Eile ist die Benedicte beim Ausgang auf dem Teppich ausgerutscht, so dass ihr Gesicht jetzt ein blauer Fleck am Auge schmückt. Hoffe, dass sie sich mittlerweile von diesem Schock erholt hat!...

Und heute morgen haben wir wohl alle gemütlich ausschlafen können. Ich schaffte es tatsächlich erst um 13:xx aufzustehen und den ganzen Tag nur Unwichtiges zu tun, hehe. Gestern hat es den ganzen Tag schneit, da es aber so warm war ist heute "morgen" ist nichts davon übrig geblieben. Wie schade! An sich gibt es daher nicht so viel zu erzählen viell, dass sich zum ersten mal unsere Waschmaschinen probiert habe. Damit man sie starten kann, muss man zuerst eine Nummer anrufen, wo nur finnisch gesprochen wird und irgendwann nur noch aufgelegt wird. Auf jeden Fall stellte ich die Wäsche auf 40 Grad, aber als sie fertig war hatte ich das Gefühl, dass sie im eiskalten Wasser gewaschen wurden, so kalt wie sie war. Meine Finger sind dabei fast eingefroren. Zuerst war ich mir nicht so sicher, ob sie überhaupt sauber wurde, aber früher als es noch keine Waschmaschinen gab, haben die Leute ihre Wäsche auch in kalten Flüssen gewaschen. Auf jeden Fall dauerte es laut dem Aushang 40 min. und da ich mir nicht so sicher war, ob meine Wäsche in Sicherheit ist, beschloß ich zu warten. Dabei lernte ich einen jungen Mann kennen und schon nach ein paar Minuten stellte sich fest, dass er aus Stuttgart ist. Na ja, viell lernt man in Waschmaschinenraum schneller Leute kennen als auf einer Party! :)

Übrigens jetzt schneit´s wieder wir verrückt! *snow*


Weiter geht´s!...

Freitag, 1. Februar 2008

Schon eine Woche da!...

Ja eine Woche bin ich schon hier. Aber ich hab mich wohl so gut eingelebt hier, dass es mir gar nicht so vorkommt. Über Zeit mache ich mir momentan noch keine Gedanken. Wahrscheinlich erst wenn die FH nächste Woche anfängt und ich wieder früh aufstehen muss. Ich muss sagen, dass ich hier sehr gut schlafen kann und auch sehr lange, was bei mir doch eher nicht so üblich ist. Sogar habe ich manchmal Probleme mit aufstehen! :) Und wenn ich mich im warmen Bettchen doch noch dazu übereden kann muss ich meistens feststellen, wie angeschwollen meine Augen immer sind. Aber wie ich bereits feststellte bin ich auch nicht die einzige die morgens unter solchen Problemen leidet. Hoffentlich legt sich das bald.

Da ich euch versprochen habe die letzten Tagen zu Ende zu schildern fange ich wieder da an wo ich letztes Mal aufhörte, und zwar beim Montag und hoffe, dass ich es bis zum heutigen Tag auf einmal schaffe.

Am Montag wollte wir, Antonia, Romain und ich eine kleine Shopping Tour starten. Der Rest wollte nachkommen - wahrscheinlich nachdem sie ausgeschlafen und was gegessen haben, da wir schon um 10 Uhr morgens auf der Train Station waren. Keiner von uns hatte den Stadtplan dabei, aber den brauchten wir eigentlich auch gar nicht, da wir uns schon bestens auskennen. *g* Als erstes wollten wir zum Fischmarkt, um zumindest welche Fische zu sehen, weil wir am Samstag auf dem Markt keine gesehen haben. Im Hafen gibt es aber eine Halle, die wir damals nicht gesehen haben. Es gab so kleine Hütten in denen wieder alles mögliche verkauft wurde, aber kein Fisch! Bis wir letztendlich zumindest zwei solche kleine Hütten mit Fisch entdeckt haben. Aber eigentlich haben wir uns mehr davon versprochen...

Als nächstes stand aufm Plan "warme Jacke" für Romain. Der Arme hat irgendwelche dünne Pullis angehabt und obwohl ich sehr warm eingepackt war wurde mir bei seinem Anblick ganz schön kalt. Dabei haben wir auch H&M entdeckt, wobei sie meistens schon Frühlingssachen verkauften und im Grunde die selben wie in Deutschland - und Gott sei Dank zum gleichen Preis. Danach klapperten wir noch einige Geschäfte ab, bis wir zum Stockmann gegangen sind, wo Romain endlich eine tolle Jacke entdeckte...und ich dachte wir würden schon ohne Jacke für ihn wieder nach Hause zurück fahren müssen. Nach den Geschäften, die wir bis dahin sahen, war ich nicht so sehr begeistert von den Shopping Möglichkeiten hier, aber dann...sind wir zum Kamppi gegangen - ein toller Geschäft nach anderem. Zudem habe ich dort auch coole Shops entdeckt, die es bei uns gar nicht gibt! Da war die Freude groß ;) Irgendwann muss ich mir viel Zeit nehmen...darf aber nicht so lange warten, weil sie momentan Ausverkauf bis zu 70% haben!!!



Inzwischen hat sich unsere Gruppe wieder erweitert. An dem Abend kam Charlotte, Französin, die auch mit Romain studiert. Am Dienstag waren zwar +3 Grad aber dafür sehr scheusliches Wetter. Eigentlich der bester Tag, um zu IKEA zu fahren. Von Kanelmäkki nach Myyrmaki sind wir zwei Haltestellen mit Zug gefahren und danach die anderen am Busbahnhof getroffen. So ganz sicher waren wir uns aber nicht, ob die Verbindung stimmte. Aber mit den freundlichen Finnen hier ist keine Fahrt so kompliziert, wie es zuerst zu sein scheint. Es dauert fast über eine halbe Stunde bis wir unser Ziel erreichten. Wir sind wohl durch jede Pampa gefahren, aber immer auf der Highway geblieben. IKEA liegt eigentlich so etwas außerhalb, aber immer wieder hatte ich eher so das Gefühl, dass wir zurück in die Stadt fahren und dann wieder raus und wieder rein... Auf dem Weg von der Haltestelle dorthin hatte ich natürlich das Glück, dass ich ausgerutscht und direkt in Fütze gefallen bin - aber alles ist ok. Wolfgang hat dies glaube ich auch dokumentiert ;) In IKEA selbst hatten wir sehr viel Spaß - siehe einfach die Bilder. Es ist echt ein Wunder, dass wir nicht rausgeschmissen worden sind, aber es hat uns tatsächlich keiner was gesagt! hihi Bevor wir überhaupt unsere Kleinigkeiten gekauft haben haben wir uns im Restaurant mit leckerem Köttbular gestärkt. Endlich ein gutes Essen dachte ich mir. Denn egal was ich bisher gekauft habe, war jetzt nicht so der Knaller. Insbesondere ist es schwierig bei Produkten mit nur finnischen Beschreibung.


Mittwoch war unser erster "Schultag" aber eigentlich kein richtiger, weil es sich nur um Orientation Week handelt. Inzwischen sind alle anderen auch angereist und so haben sich alle EVTEK exchange students von Kannelmäki um halb zwei getroffen, um zusammen nach Myyrmäki zu fahren und die anderen von dort aufzusammeln. Unsere kleine Gruppe hat sich wieder etwas erweitert um zwei voll nette Französinen, Ann-Laure, Marine, so wie um den Ungarn Attila. Übrigens, der Arme war der einziger Bub mit neun Mädels - aber nur für die nächsten 10 Minuten. In Myyrmäki wartete nämlich noch größere Gruppe von Leuten. Mittlerweile sind wir so 30-35 Leute als Austauschstudenten von Business Department. Es war ziemlich lustig anzusehen, wie sich eine Gruppe von 21-25 Jährigen zu Schule begibt ;)
Leider hab ich noch keine Bilder von der FH, die ich hier posten könnte, aber sie ist schon sehr schön. Die Eija vorbereite für uns eine kurze Präsi über Finnland, Helsinki, Gewohnheiten, etc. Dabei war auch die Direktorin, die akzentfreies Englisch Sprach. Eija, die Koordinatorin von Erasmus der EVTEK ist eine sehr nette Frau mitte 30 viell und hat einen liebenswerten finnischen Akzent, wenn sie englisch spricht. Zwischendurch mussten wir an einer kleinen Vorstellungsrunde teilnehmen. Als ich dran war bin ich total ins Stottern gekommen, weil ich auf einmal gar nicht mehr wußte, was ich sagen soll, und letztendlich sagte ich gar nicht die Sachen die ich so im Kopf hatte, als sich noch die anderen vorstellten, aber das juckte niemand. So lernten wir uns etwas kennen und ich fand es schade, wenn wir diese kleine Kennenlernrunde nicht fortsetzten würden. Daher schlug ich vor, dass wir uns an dem Abend in unseren Wohnung treffen und eine kleine Party veranstalten. Jeder sollte das mitbringen, was er gerne trinken möchte. In Supermarket kriegt man hier nur Bier und welche Soft Drinks, Long Drinks, aber keine alkoholische Getränke über 5%. Daher war unsere Lösung Alko. Ein Geschäft, wo es alles zum feiern gibt und wo man beim bezahlen ID Card vorzeigen muss, dass man tatsächlich über 18 ist. Ich entschied mich für den billigsten Weißwein für 5€ in der Hoffnung, dass er irgendwie schon schmecken wird...dem war aber doch nicht so. Charlotte hatte mehr Glück mit ihrem slowenischen Riesling. Wir machen jetzt wohl eine Liste, wo wir das dokumentieren, was sich zu kaufen lohnt und was nicht. Nach kleinem Zögern seitens Leute wohnend in Myyrmäki sind dann tatsächlich wohl alle gekommen und es wurde ein sehr schöner Abend....


Dienstag, 29. Januar 2008

Meine erste Eindrücke von Helsinki

Nein, ich glaube ich werde jetzt nicht eine Woche warten, um euch dann alles auf einmal zu berichten. Ich befürchte, dass es jetzt schon sogar schwierig wird mich an die einzelne letzte Tagen zu erinnern - aber gott sei dank wird hier doch alles dokumentiert! :)

Am Samstag morgen haben wir uns, so wie schon mal angedeutet, auf den Weg nach Helsinki gemacht. Waren aber diesmal gleich zu sechst, da in der Nacht Romain aus Frankreich angeflogen kam. Antonia und ich hatten schon Kontakt mit ihm über Facebook, daher war es keine große Fragerei, wer das sei. Oh, es rheimt sich sogar. Schön. Ich muss sagen, dass wir wirklich eine nette Gruppe sind, eine gesunde Mischung bestehend aus fünf (jenachdem ob man bei mir die doppelte Staatsbürgeschaft zählt sogar sechs) Nationalitäten.


Das Wetter spielte auch mit, daher stand einem tollen Sightseeing nichts im Wege. Antonia und ich waren quasi die Guides und die Jungs folgten uns auf Schritt und Tritt ;) Na ja, wir waren auch die einzigen, die so einen tollen Reiseführer hatten wie Lonely Planet - ich glaube so langsam sollten sie mir sogar Geld dafür geben, wie oft ich hier für sie Werbung mache *lol*

Unsere Tour begann so gesehen schon gleich am Hauptbahnhof (Rautatientori - so könnt ihr alle mit uns finnisch lernen *g*). Im Hintergrund seht ihr Eteläesplanadi. Da waren wir aufm Weg zum Fish Market oder auch Kauppatori genannt. Es ist direkt am Hafen und es wird da alles verkauft, sogar Rentierfell. Mitten im Markt ist das älteste Monument von 1835 zu Ehren von Besuch des Zar Nikolai I und Zarin Alexandra. Man beachte bitte den blauen Himmel! :)

Von Weiten sahen wir schon die Uspenski Cathedral, die wir uns nicht entgehen lassen wollten. Diese orthodoxe Kirche mit den vielen goldenen Türmchen erinnert etwas an Moskau. Ich freu mich schon riesig, wenn wir dort hinfahren.

Und natürlich mussten wir gleich auch Tuomiokirkko sehen, eine lutheranische Kathedrale und für mich auch das typische Wahrzeichen von Helsinki.


Gleich neben an ist die University von Helsinki, von der ich allerdings keine Bilder habe, das es halt nur schöne Gebäuden sind, von denen es einige in Helsinki gibt, aber andererseits auch nicht so toll aussehen, wie der Schloss von der Uni Mannheim. In Ruhe haben wir uns alle, für uns wohl die wichtigsten Straßen angeschaut, bis wir vom Hunger und Kälte gezwungen waren endlich was zum essen aufzusuchen. Da Wolfgang Rentier Fleisch probieren wollte, haben wir nicht die Mühe gescheut ein Restaurant mit dieser Spezialität zu suchen. Laut Lonely Planet sollte es auch nicht so weit sein und eingentlich auch nicht arg zu teuer. Wenn wir es aber letztendlich, irgendwo schon fast außerhalb von Helsinki gefunden haben, waren wir etwas enttäuscht, da sie am Wochenende nur Menüs für 18,-€ hatten, es dann für Studenten doch nicht so preiswert ist. Daher müssten wir uns mit dem Gedanken verströsten, dass wir bestimmt eine Gelegenheit haben werden, wenn wir den Trip nach Lappland machen und gaben uns schon zum zweiten Mal in Folge mit Subway zufrieden.

Für das erste Sightseeing hat es uns an dem Tag auch schon gereicht - wir wollten ja für Sonntag fit sein. Da haben wir beschlossen Iceskaten zu gehen.
An dem Abend hatte ich kein Internet mehr und auch keine Lust alleine rumzusitzen, die anderen wohnen nämlich in einem Wohnheim, das zwei Haltestellen von mir entfernt ist. So kam die spontane Idee Daniela (Deutschland) zum Abendessen einzuladen. Meine Spanierin Martha und ihre Freundin Ester machten sich für eine 80-er Party fertig. Ester brachte ihre neue Mitbewohnerin Virginie (Frankreich) mit. Sie ist die Studienkollegin von Romain, voll lustig wie sich das herausstellte, denn so langsam schließen sich die Kreise :) Es war ein sehr netter Abend und am nächsten Tag waren wir somit zu acht...


Sonntag war echt ein toller Tag! Wir hatten wieder tolles Wetter und auch der kalter Wind hielten wir gut eingepackt aus. Wir starteten wieder am Hauptbahnhof - wo denn eigentlich auch sonst, begaben uns aber diesmal in andere Richtung und haben unsere Sightseeingtour von Samstag fortgesetzt. Auf dem Weg haben wir den Parliament House gesehen, ich glaub Museum of Contemporary Art, sogar an Opera sind wir vorbei, ohne sie richtig gesehen zu haben. Die Strecke lag neben einem See, daher war es so ein richtiger Spaziergang, aber es dauert fast eine Stunde, bis wir unser Ziel erreichten! Na ja gut, wir haben auch immer wieder getrödelt bzw. besser gesagt die Jungs! ;) Aber immerhin haben wir´s sehr gut gefunden.

Es war sehr lustiger Nachmittag und ich glaube jeder war auch dafür, dass wir´s wiederholen. Alex stand das erste Mal aufm Eis, aber ich muss sagen, dass er sich echt gut angestellt hatte.

Ich habe es ganz schön verlernt und meine erste Versuche aufm Eis nach Jahrzehnten waren bestimmt auch lustig auszusehen. Antonia tobte sich da nach einiger Zeit mit ihren Pirouetten aus, als ob sie dafür geboren wäre und Wolfgang mit Romain übten nach gar nicht so langer Zeit ihre super scharfe Bremsversuche, bis letztendlich irgendwann mal Romain aufm Arsch gelandet ist. Und wie man so schön sagt, Schadenfreude ist die größte Freude (aber manchmal wird sie eben bestraft...) lachten schon Antonia und Wolfi über Romain aufm Eis, bis sie selbst von einem Mädchen runtergerissen wurden, weil sie nicht bremsen konnte :))))

Es gibt noch viele andere lustige Bilder von diesem Nachmittag. Wenn ich die hab, dann poste ich sie hier. Auf jeden Fall werden wir einen solchen Nachmittag nochmals wiederholen, denn etwas Sport schadet ja auch nicht ;)

Eigentlich wollte ich hier noch mehr schreiben, aber ich glaube ich vertage das doch lieber auf morgen, eigentlich bei unseren Zeit könnte ich sagen auf heute abend, da es sich irgendwie wie ein kaugummi zieht und ich noch gar nicht am Ende angelangt bin. Als kleiner Vorgeschmack biete ich euch unsere Shoppingtour von Montag, heutiges IKEA Abenteuer sowie dann auch schon gleich meinen ersten "Schultag" von dem ist selber zu diesem Moment noch nix sagen kann! :) .........

Freitag, 25. Januar 2008

Jaaa, da bin ich wieder!

Nach einer längeren Pause, die wegen dem Umzug in Mannheim und dem dadurch eingeschränktem Internetzugang, mehr oder weniger auch geplant war, melde ich mich wieder mit vieeeelen Neuigkeiten. Und ich hab euch wirklich vieeel zu erzählen, also macht es euch gemütlich...

Die letzte Tage in Mannheim waren schon ziemlich stressig - alte Wohnung, neue Wohnung, überall nur rumliegende Kisten, Koffer packen für Helsinki und, und, und. Daher kam der Tag des Abflugs auch schneller als erwartet, gefühlsmäßig natürlich. Kaum habe ich mich in der neuen Wohnung eingelebt, schon ging´s los in die nächste!

Man könnte aber sagen, dass mein Abenteuer schon am Tag vor dem Abflug begonnen hatte. Geplant war, dass ich am 24. Januar um 07:15 den Flieger nach Helsinki Vantaa nehme, aber der wurde kurzfristig, aus welchem Grund auch immer, gecanceled. Ich bin natürlich zuerst in Panik geraten, anstatt die sms zu ende zu lesen, wo stand, dass mein Flug auf 10:45 umgebucht wurde. Eigentlich war es auch vielleicht besser so, da ich somit nicht um 03:30 aufstehen musste!

Was den Flug betrifft, hat ansonsten alles perfekt geklappt, sie haben sogar meine 32 Kilo anstatt 20 akzeptiert ohne dass ich was zahlen musste. Gleich schon in der Wartehalle habe ich den ersten Finnen kennengelernt, der aus Oulu kam. In dem Moment wußte ich noch nicht wo das liegt, umso größer war die Scham, als ich feststellte, dass dies die sechstgrößte Stadt Finnland´s ist - aber so ist es halt, wenn man den Lonely Planer Guide erst aufm Flug dorthin liest :)
Es dauerte auch nicht mehr lange, bis ich den nächsten Finnen kennenlernte, der neben mir saß. Daher hatte ich gar nicht das Gefühl, dass Finnen scheu sind, auch wenn sie schon leicht zurückhaltend ist, was ich allerdings eher als angenehm empfunden habe. Und wie man so schön sagt, alle gute Sachen sind drei - ich wurde von einem Finnen abgeholt, der sooo nett, freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend ist, dass ich fast meinen würde, dass ich schon sehr lange so einen Menschen nicht getroffen habe. Ihm übrigens verdanke ich auch den Internetzugang, den er mir temporär überlassen hat, da meiner noch nicht freigegeben ist.

In Helsinki angekommen, wurde ich von einem Schneesturm begrüßt. Es hat geschneit und es war windig, so wie man sich den Norden halt vorstellt. Das lustige an diesem ganzen Pick up Service, das von der EVTEK (meiner Schule) organisiert wurde, war, dass es eigentlich ganz schnell gehen sollte. In meinem Fall wurden aber aus einer Stunde mehrere. Mir ist es nämlich gelungen den Antti davon zu überzeugen, dass eine Fahrt zu IKEA für mich lebensnotwendig ist, da uns gesagt wurde, dass in Wohnheim keine Bettdecken, Kissen, etc. sind. Somit konnte ich schon ein paar Basics kaufen, für die Küche sowie für mein Zimmer. Allerdings hier angekommen, musste ich feststellen, dass sie uns doch wohl auf den Arm nehmen wollten, da hier doch schon einiges war - aber letztendlich, meins ist meins! Nur, wie wir alle wissen liegt IKEA meistens außerhalb und daher sind wir vom Flughafen fast durch die ganze Vororte gefahren - ich habe den RingI und III gesehen, aber mehr als Autobahn auch nicht, bis Antti festestellte, dass er eigentlich gar nicht so richtig weiß wo IKEA ist. Gott sei dank hatte er ne Karte dabei und somit setzten wir unseren Sightseeing fort, was aber noch nicht annähernd das Ende von der Geschichte ist. Nach dem sehr kurzen Besuch sollten wir eigentlich zu mir ins Wohnheim fahren, um einen Typen zu treffen, der meine Schlüssel hatte, der musste aber plötzlich arbeiten gehen. Also mussten wir umkehren, obwohl wir schon fast bei mir "da heim" waren. Was uns aber nicht erspart geblieben ist, waren die Aussetzer von Antti´s alten Lada, die wirklich ihr letztes gab. So war es irgendwann gar nicht mehr ungewöhnlich, dass wir mitten in der Straße stehen geblieben sind. Was mich aber sehr angenehm überraschte, waren die Reaktionen der Fahrer. In Deutschland fängt jeder gleich an zu hupen. Hier ist es zwar verboten und nur in Notfällen erlaubt, aber man sah denen ihre finnische Lockerheit an. Die Krönung des Tages war der letzter Atem der Lada. Gott sei dank lag es nur am Benzin, der ausgegegangen ist. So blieb uns nix anderes übrig als 1 km zur nächsten Tanke zu laufen! :)) Das war schon irgendwie lustig, aber letztendlich war ich wirklich froh, irgendwann in Wohnheim angekommen zu sein.

Ich wohne mit einer Spanierin zusammen und eigentlich sollte heute noch eine Französin kommen, aber die werden wir wohl nie kennenlernen, weil sie in der letzten Minute abgesagt hat. Die Martha ist sehr nett, typisch spanisch aber sie spricht kaum englisch - ok sie versucht es soweit es geht, aber ich denke mit der Zeit wird´s besser. Jetzt finde ich es etwas schade, dass ich nicht früher und intensiver mit spanisch begonnen habe.

Die Nacht habe ich sehr gut geschlafen und morgen begann der Tag mit Sonnenschein. Ich würde sagen, dass nicht der Abend gestern aber eher der Morgen heute etwas komisch für mich war. Vielleicht deswegen, weil ich gestern so viel erlebte und echt müde war über irgendetwas nachzudenken. Heute war´s draußen schön und ich wollte auch raus. Martha schlief noch, da sie noch in der Nacht zu einer Party ging, zu der ich zwar auch eigeladen war, aber einfach nicht mehr hingehen konnte und wollte. Nur die Sache ist die, dass ich in einem Vorort wohne und hier in der Gegend ist echt nicht soo viel zu sehen oder zu tun und ich immer noch keine Ahnung habe wo man hier so was wie Fahrkarten kauft, denn Automaten gibt´s nicht und in Kiosk verkaufen sie´s nicht und sie auch einfach so nicht im Zug zu kaufen sind. Daher kaufte ich wenigstens eine Prepaid Karte - ihr könnt mich jetzt auch unter meiner fin nr. erreichen:
+358466836241
unterschieb meinen Mietvertrag und erhielt die ersten Infos, um Internet installieren zu können. Da es sich kaum noch lohnte einen Trip nach Helsinki zu unternehmen, rief ich Antonia an, die aus Österreich kommt. Sie lernte ich über Facebook kennen. Da sie schon Tag vor mir ankam und sich hier auch etwas auskannte, kam sie zu mir und überredete mich gleich mit nach Myyrmäki zu fahren, wo sie wohnt. Dort gibt es eine Shopping Mall , wo wir was kleines gegessen haben.


Danach kamen auch gleich ihr Studienkollege Wolfgang und seine Mitbewohner, Alex aus Italien und Fish aus China. Es war wirklich sehr schönes auch wenn kurzes Treffen, aber wir haben noch so vieeel Zeit und ich denke, es wird eine tolle Zeit hier! :) Danach fuhr ich mit der Bahn alleine - ohne Ticket heim - und hatte echt so ein Schiß erwischt zu werden, obwohl es doch nur zwei Haltestellen sind und Fahrtzeit viell gerade knappe 3 Minuten sind. Zu zweit ist es doch noch irgendwie einfacher vorzumachen, dass man keinen Tickerautomat finden kann. Allerdings schon im ersten Zug sah ich die Schaffnerin und stieg bei der nächsten Haltestelle aus, die sie wie eine reine Baustelle entpuppte und ich mich echt freute als der nächste Zug kam. Da war meine Freude aber nicht größer, da der Schaffner gerade drei Meter von mir entfernt war, aber zu meinem Glück ist er danach in die andere Richtung gegangen. Als ich endlich an meiner Station ausstieg, fühlte ich mich, als ob mein Herz tatsächlich in die Hose gerutscht wäre. Ich schwör´s euch morgen als erste kauf ich irgendwo, wo auch immer es sein wird irgendetwas womit ich sorgenlos fahren kann...denn morgen geht´s es nach Helsinki!!!

Also ich denke, für´s Erste war es das wichtigste was ich euch sagen wollte, ich glaube jetzt habe ich wieder eine Woche Pause verdient, oder?

Freitag, 18. Januar 2008

So langsam geht´s los!...

Hallo meine Lieben!!!

Mit dem heutigen Tag beginnt ein großes Experiment für mich. Tagebücher waren nie so richtig mein Ding und deswegen starte ich jetzt eine Blog-Offensive, um zu schauen wie lange ich euch hier mit Neuigkeiten über meinen Aufenthalt in Finnland beglücken kann! :)

Und warum fange ich heute schon damit an, obwohl ich Deutschland noch gar nicht verlassen habe? Ich finde ein Tag an dem man seine letzte Klausur geschrieben hat, ist gar nicht so ein schlechter Anfang, um mindestens ein paar nette Zeilen zur Begrüßung und Einweihung meines Blogs zu schreiben.

Also genießt es mit mir zumindest auf diese Weise in Finnland zu sein - zumindest solange ich es durchhalte *lol*. Ich werde mich über jeden Kommentar von euch freuen!

Marti